1. April 2011

Zwischenzeugnis

Gestern kam überraschend eine Supervision in meine Polnischstunde mit Kasia ("die Ungeduld"). Es lief alles glatt, und am Ende wurde ich um Feedback gebeten. Den gab ich wie immer offen und (zu) ehrlich. Aber die Supervisorin gab mir auch die Statusbeurteilung meiner Lehrerinnen bekannt: Alles Top-Performances, der einzige Schwachpunkt ("Befriedigend") sei meine hörbar deutsche Aussprache. Mit diesem Problem kann ich noch eine ganze Weile gut leben! Aber so ein Feedback setzt doch Selbstbewusstsein in Bewegung, ich wollte dann sofort alles auf Polnisch sagen! Da holte mich die Realität wieder ein ...
Gestern und heute standen ganz im Zeichen der notwendigen Preiserhöhungen im Markt. In endlosen Gesprächen bis tief in die Nacht diskutierten wir alle möglichen Szenarien und Argumente, wobei die Kunden fast das geringere Problem sind. Es sind die Mitarbeiter im Verkauf, die ihre bisherige Arbeit und Kundenbeziehungen in Frage gestellt sehen und mit Herzblut das bisher geleistete verteidigen. Da hört man dann oft, dass nichts mehr drinliegt, die Kunden sind ausgeblutet, die Zitrone ist ausgequetscht, usw. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem die Autorität gefordert ist und das "Basta" kommen muss!
Ich bin ab heute doppelt krankenversichert, weil ein beklopptes Gesetz mich in der Schweizer Krankenkasse hält - zusätzlich zur internationalen Versicherung der Clariant! Aber das Beste ist die Prämie dieser Schweizer Grundversicherung für meinen Aufenthalt in Polen: volle Deckung (halt nach Schweizer Standard) kostet für beide Länder zusammen gerade mal 100 Euro im Monat. Günstig, gell?

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824: „Muß di ni argern, dann geit di dat goot“

Sinnspruch an der Wand des Glücklichen Matthias : Darunter schmeckte uns Pannfisch und Schlemmerteller (nein, nicht der vom Horst!).  Danach...