18. Dezember 2011

Reida ist angekommen!




Am Freitag Abend stieg Reida aus dem Fernbus von Wroclaw nach Lodz. Lang ersehnt, denn der Wind blies eisig um die Ecke, an der ich wartete. Da fällt mir der alte tschechische Witz ein: Warum stehen Polizisten im Winter immer an der Ecke? Na, weil es dort immer 90 Grad hat!

Sie hatte die letzten zwei Tage nichts anständiges zu essen gehabt und hatte entsprechend einen Mordshunger. Wir gingen daher spontan in die Piotrowska. Wir klapperten - bei strömendem Schneeregen, gruuuselig! - wirklich alle bekannten Lokale ab - alles war schon komplett besetzt! Kein einziger Platz mehr frei in acht Restaurants (nur im Irish Pub boten sie uns den Katzentisch in der Schummerecke an, der noch nicht einmal eingedeckt war)! Da fiel es uns dann ein: Überall waren die Weihnachtsessen der Firmen, es war ja Freitagabend!
Wir fuhren weiter in die Manufaktura, und im letzten Restaurant (Bella Napoli) gab es dann noch einen Tisch für uns zwei, nahe der Eingangstür. Aber die Kellnerin war nett: Sie sprach gaaaanz langsam Polnisch mit mir, und die Verständigung klappte gut. Nur in einem Notfall musste sie auf Englisch wechseln (der bestellte Fisch war ausgegangen, und es ging um die Auswahl der Alternativen).

8. Dezember 2011

Schnee

Heute Abend fällt der erste Schnee und hat schon alles ordentlich zugedeckt. Die Strasse klingt aus der Entfernung wie jede Menge Schneematsch. Und morgen muss ich mit Sommerreifen nach Warschau zum Flughafen - da muss ich rechtzeitig losschleichen!

7. Dezember 2011

Noch kein Winter, aber schon kalt.

Heute haben die Weihnachtsbaumverantwortlichen der Firma ihre Arbeit gemacht und mit viel Lärm und Freude die drei Bäume aufgestellt und (elektrisch) beleuchtet. Überall liegen Plastiknadeln herum, ich persönlich finde die Modelle etwas gar klein für die Halle, und der eine Baum leuchtet nur in der oberen Hälfte - aber sonst passt's schon.

Am Morgen waren wir beim Präsidenten (Kollege!) der Sonderwirtschaftszone Lodz, um uns nach dem Stand der Infrastrukturarbeiten in seinen Parks zu erkundigen. Es fehlen ja noch Strasse, Kanalisation und Telekommunikation zu unserem Lieblingsgelände. Er war anfangs sehr reserviert, aber am Ende (als er erkannte, dass uns ernst ist und wir sonst wirklich woanders hingehen könnten) taute er auf. Er versprach uns verbindliche Auskunft über Termine etc. bis Ende Jahr. Wenn man dann von dort aus weiterrechnet, kommt man auf einen frühestmöglichen Baubeginn im Oktober 2012 - und im Winter fängt hier niemand das Bauen an! Wird also nix dort auf unserem bevorzugten Gelände! Daher sind wir allesamt danach auch zu einem Alternativ-Gelände gefahren, in Konstantinow. Das liegt nicht so gut, könnte auch etwas teuer werden. Dafür wäre es fertig erschlossen und so gross, dass wir bequem ein Fussballfeld mit auf das Gelände nehmen können. In anderen Ländern werden ja auch Orangenplantagen auf's Werksgelände gestellt!

Also, bis eben habe ich innerlich wirklich gefroren. Es war draussen gar nicht so extrem kalt, und die Heizung in meinem Büro funktioniert auch (allerdings nach russischem Verfahren: entweder glühend heiss oder gar nicht, der Regler ist nur Verzierung!). Erst der Tee und die Spiegeleier auf Lachs gaben mir etwas Wärme. Schluchz!

Vorgestern habe ich eine Pomelo als Mittagessen gehabt (da wurde mir übrigens danach auch kalt). Und ich habe ein Schalenstück in die Dose zu meinem Schwermer-Marzipan gelegt, auf dass es nicht austrockne. Aber das Gegenteil war der Fall: das Marzipan nahm alle Feuchtigkeit auf (und auch etwas vom Pomelo-Geruch), und die Schale war ausgetrocknet-schrumpelig! Jetzt stehe ich da und habe zu feuchtes Marzipan! Dafür habe ich einen neuen Exsiccator erfunden!

3. Dezember 2011

Rätsel für den 2. Advent

Und, wer findet eine Lösung, wie man von 2011 nach 2012 kommt? Man darf jeden Prozessor so oft nutzen wie man möchte, aber nicht zweimal hintereinander.


2011  2012

Heit san österreichische Wochn

Nach dem unvergessenen Ludwig Hirsch (wer es ganz hart mag, sollte unbedingt "I lieg am Ruck'n" von ihm hören!) heute etwas von einem meiner Lieblingskomiker: Helmut Qualtinger als Hüttenwirt über die Zukunft Tirols. Verständnisprobleme sind beabsichtigt.

824: „Muß di ni argern, dann geit di dat goot“

Sinnspruch an der Wand des Glücklichen Matthias : Darunter schmeckte uns Pannfisch und Schlemmerteller (nein, nicht der vom Horst!).  Danach...