6. August 2011
5. August 2011
Gdansk
Wir haben festgestellt, dass wir alle ohne ausreichende untertägige Zufuhr von Kohlehydraten unleidig werden. Zum Glück gibt es dafür eine einfache Therapie: rechtzeitig in ein Café gehen und einen Kuchen geniessen!
Morgen ist der letzte Ferientag.
Letzter Sonnentag am Meer
Heute haben wir nach einer kurzen Exkursion in das bedingte Programmieren von Excel-Zellen noch ein supergutes Restaurant entdeckt: Molo Cafe in der Stadtmitte von Ustka. Es sah von aussen eher aus wie ein normales Strassencafe, aber die Speisekarte bot wirkliche Köstlichkeiten, die hervorragend zubereitet waren. Das Motto des Cafes stand über der Theke und war von Horaz: "Ab ovo usque ad mala" (bedeutend "vom Ei bis zum Apfel" im Sinne von "das vollständige Essen betreffend"). Wir hatten übrigens den Tisch direkt unter der Glasfisch-Wandskulptur, die ihr auf dem Internetauftritt findet. Es war ein für polnische Verhältnisse teures Restaurant, aber für uns in Euro ja immer noch günstig. Danach gab es noch "Absacker" in der Hotelbar, Caipirinha mit bunt leuchtenden elektrischen Eiswürfeln bzw. einen Soplica Staropolska Wodka.
Dann wurde noch schnell gepackt, denn morgen früh geht es schon nach Gdansk, dem früheren Danzig. Ich möchte einige wichtige Schauplätze der Geschichte (Westerplatte, Postamt) und der Literatur (Postamt, Aalzuchtstation) besichtigen und ein original Lachs-Goldwasser kaufen.
3. August 2011
Poddąbie
Heute abend wollten wir eine Galerie "ART-KAZIA" besichtigen, so mit Objekt-Art und so. Wir fanden das Dorf, aber dort kannte niemand eine Galerie. Wir sahen dann ein Schild "KAZIA" - und so war es dann auch: die Kunst war weg, nur noch eine Pension. Schade. So fuhren wir erst in den Strandort Rowy (schlechter Strand, Dauer-Rummel mit unzähligen Buden am Strand), danach nach Poddabie (viel kleiner, etwas entfernt vom Strand, dafür beschaulicher und mit besseren Restaurants). Wir entschieden uns für die Karczma "U Julki" und assen, draussen im Garten, eine Aalquappe (wirklich, auf Polnisch Mietus, und ihr wisst ja auch wie die sonst noch genannt wird) und ein Stück Rotbarsch. Renja hatte sich wieder ihr Standardmahl bestellt: Eisbein/Haxe mit einer grossen Fanta.
Der Sonnenuntergang am Meer war sehr schön.
U Bernackich, Smoldzino
Sonne pur
Gestern und heute lief der Tag ganz gleich ab: Nach dem (eher späten) Frühstück im Hotel, sonnencremten wir uns ein, griffen wir unsere Badesachen und den vom Hotel geliehenen Sonnenschirm und Strand-Paravent, und wackelten mit vielen anderen Pilgern durch den lichten Kiefernwald zum ca. 200 Meter entfernten Strand. Dort war es immer schon ordentlich voll, aber wir fanden jeweils noch ein Plätzchen in der dritten oder vierten Reihe, direkt unter den Klippen. Der Paravent diente zum Abstecken des "Grundstücks", wie bei allen anderen: der ganze Strand war farbig mit verschiedensten Modellen dieser Windschutzwände aus Stoff (unserer war von der Telekomfirma "plus" gesponsort).
Die Luft hatte so um die 20 Grad, das Wasser angeblich 19 Grad (gefühlt 12). Es war aber nach einer Weile wunderbar im Wasser, das auch recht klar war und viele kleinere Brecher bot (wir haben Nordwind!). Gestern nachmittag scheuchte uns ein kleiner Schauer wieder zurück ins Hotel, heute waren wir vier Stunden in der Sonne (dank Schirm!) und bekamen alle ein wenig mehr Farbe. Renja hatte Pech und - wie Siegfried in der Drachensage - ein nicht eingecremtes Fleckchen Haut, das prompt verbrannte.
Am Nachmittag gab es dann jeweils eine Pause, zB mit Cafe und Kuchen in der Hotelbar. Danach machten wir Ausflüge, nach Downtown Ustka oder in den Nationalpark. So fuhren wir gestern noch die 30 km zu einem Aussichtspunkt auf dem "Berg" Rowokol. Von dort oben sah man schön die riesigen Wanderdünen im Nationalpark Ostsee. Wir hatten grossen Spass oben auf dem Aussichtsturm:
1. August 2011
Ustka
Wieder im Hotel gingen Renja und ich in den Spa-Bereich und waren dort die einzigen Gäste. Direkt danach ging ich zur Vollmassage, 60 Minuten für umgerechnet 25 Euro. Das tat so gut! Renja schloss sich dann gerne bei der Massage an, auch ihr ging es danach sooo gut!
Nach einer Mittagspause machten wir uns wieder auf den Weg nach Ustka, zum Bummel durch die Stadt und zum Abendessen. Wir fanden weitere Restaurants und Eisbuden, und in das Strassenlokal "Pod Rybadka" kehrten wir dann ein. Wir mussten zwar die freundliche Bedienung an unsere Bestellung der Fischplatte für 2 Personen erinnern, aber dann kam sie schnell und war sehr lecker (die Platte).
Ich versuche ja immer so viel Polnisch wie irgend möglich zu sprechen, aber bei Bestellungen zeigt sich noch allzu oft, dass das doch nicht so recht klappt. Heute kamen zwei Bier für mich (kein eigentliches Problem) und Ulrike bekam nur ein kleines Softeis statt der doppelten Portion (uiuiui).
824: „Muß di ni argern, dann geit di dat goot“
Sinnspruch an der Wand des Glücklichen Matthias : Darunter schmeckte uns Pannfisch und Schlemmerteller (nein, nicht der vom Horst!). Danach...
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