Das war heute aber eine Überraschung! Als ich zur Vorbereitung der Reise die Buchungsunterlagen ausdrucken wollte, inklusive Umgebungskarten und Buchungsbestätigung, da fand ich nichts, aber auch gar nichts zur Unterkunft in Llys-y-fran in Pembrokeshire. Null-komma-garnichts, ausser meiner Mail mit der Ankündigung an die Mitreisenden dort zu übernachten.
Also rief ich bei Sandra, der Landlady, an und erkundigte mich. Ja, sie habe eine Buchung zu der Zeit, für vier Personen. Wie sei doch gleich mein Name? Nein, die Gäste hiessen aber anders. Ein Bett sei noch frei, ob ich das buchen wolle, sicher sei sicher?
Nein, ich wollte nicht. Ob sie eine Freundin in der Nähe hätte, die auch B&B anbietet? Aber sicher , die Elfrys habe sehr schöne Zimmer, und auch Telephon. Also rief ich bei Elfrys an, erklärte deren Göttergatten Steve mein Anliegen, und wiederholte es nochmal für die Hausdame, als es Steve zu schwierig wurde. Aber leider hatten die auch kein Bett mehr frei, schon garnicht vier. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Landesinnere von Pembrokeshire eine recht einsame Gegend ist, mehr so landschaftlich als touristisch orientiert. Mein Fragen war so, als ob ich im Naturfreundehaus Kelheim anrufe und dort frage, ob ein Nachbar Zimmer anbietet.
Da muss man halt offen sein für Neues: es kann das beste Frühstück der ganzen Reise dort geben, wer weiss das schon?
Also nochmal meine Frage, ob vielleicht auch sie eine Freundin hätte ...? Hatte sie, namens Gene. Gene spricht nur Walisisch, oder ein Englisch mit starkem Waliser Akzent. Sie ist, kurz gesagt, nahezu unverständlich am Telephon; wir haben aber viel gelacht bei unserem Gespräch, sie fand es lustig mit einem Polen zu sprechen. Sie hat kein Internet und keine eMail, aber Zimmer unbekannter Qualität zu einem anständigen Preis. Die Adresse habe ich nicht so genau verstanden, irgendwas mit Tufton. Tufton ist das Kleinwalddorf von Pembrokeshire, drei Häuser. Das werden wir finden, habe ja ihre Telephonnummer und "almost native speaker" dabei!