Die erste Woche gemeinsam in Moskau ist vorbei. IKEA wurde besucht, Möbel in Zimmer gestellt und eingeweiht durch stundenlanges "Einliegen" und Schlumpern in der letzten ferienwoche. Gestern wurde der erste Schultag mit viel Vorfreude und Aufregung angegangen, heute war Renja natürlich schon ein alter Hase und schwadronierte über die Vorteile der Metrostation "Lenin-Bibliothek" gegenüber "Obkhodny Ryad". Beide hatte sie erst einmal durchquert, aber immerhin. Heute morgen brachte ich sie mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit zur Metrostation am Roten Platz. Als sie da mit schwingendem Schritt die Treppen in den Untergrund hinunterfederte, da wurde mir bewusst welche Chancen sie hier hat und wie erwachsen sie doch schon ist ("nicht immer, aber immer öfter").
Ausserdem ging die Nespresso-Maschine kaputt, es wird kein Wasser mehr gepumpt. Der Besuch heute abend in der lokalen Неспрессо Бутик war sehr nett, aber erfolglos. Genauso wie der folgende Entkalkungsversuch. Es gilt wohl das alte Sprichwort des "Maschinist kaputt". Aber der Abendspaziergang tat gut, ich konnte Ulrike noch Äpfel mitbringen. Und konnte beobachten, dass die russischen Wachen die vierfach gestaffelten, rostigen Absperrgitter vor der ukrainischen Botschaft neu mit Silberlack anpinselten. Möglicherweise macht sich das besser im Fernsehen, wenn in ein paar Tagen die Botschaft spontan von Demonstranten umstellt wird. Man wird recht leicht zynisch hier.
26. August 2014
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