7. August 2014

Nachts 22 Grad

Es ist schon ungewöhnlich heiss in diesem Sommer in Moskau. Seit Wochen steigt das Thermometer tagsüber auf rund 30 Grad, das ist generell viel und in einer Stadt noch mehr. Die Prognose ist nicht besser für die nächste Woche. Wenn dann Ulrike und Renja (hoffentlich!) landen, soll die Temperatur ein Wenig auf rund 25 Grad sinken. Aber immer noch sonnig, und sehr trocken.
Die Temperatur am Tag ist mir ja weitgehend egal, denn ich verbringe den Tag zum allergrössten Teil klimatisiert im Büro, und etwas im Auto. Beim Weg von der Wohnung zur Tiefgarage und am Abend zurück komme ich dann schon in's Schwitzen!
Schlimm sind jedoch die Nächte. Eben noch, um 23:00 Uhr, war die Aussentemperatur 24 Grad. Alle Fenster sind offen, aber wegen der umliegenden Häuser geht kein richtiger Luftzug (es geht aber eh kein richtiger Wind wegen der anhaltenden Hitze!). Ich mag es nicht in dieser Wärme zu schlafen, ich erhole mich dann nicht.

Heute war dafür der erste Tag ohne Warmwasser. Die Heizungszentrale wird repariert. Es hing auch ein Zettel an der Haustür, trotzdem war der wohnungseigene Boiler heute morgen nicht eingeschaltet und die Dusche kalt. Nun, in diesem Fall war die allgemeine Temperatur von Vorteil, denn auch das Wasser hatte Aussentemperatur von über 20 Grad und war damit erträglich lauwarm für eine Dusche. Aber der Boiler läuft jetzt, bis zum 14.8.

Das Abendessen hatten wir heute im kaukasischen Restaurant Jolli John gegenüber dem Paveletzkaya-Bahnhof. Sehr gute Vorspeisen, leckere Limonaden (zB Sanddorn/Granatapfel, oder Schwarze Johannisbeere/Kumquat) und ein toller Spiess. Leider war die Rechnung auch ordentlich, und für acht Personen. Richtig amüsant wurde es aber, als die Bedienung Nuna uns beim Zahlen sagte, dass sie nur Cash akzeptieren. Keiner von uns hatte 15'000 Rubel in bar dabei! Ich marschierte zum nächsten Geldautomaten, der aber pro Abhebung nur 5'000 Rubel herausgab. Ich hob also dreimal 5'000 Rubel ab. Die Kollegen hatten ob meines langen Fernbleibens schon gedacht ich hätte mich aus dem Staub gemacht ...

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